Schultütenprojekt

Ambulante Maßnahme für delinquente Jugendliche

Schultütenprojekt in den Sommerferien

Delinquentes Verhalten bei Jugendlichen und Heranwachsenden ist nach kriminologischen Erkenntnissen meistens „eine entwicklungsbedingte Auffälligkeit, die im Erwachsenenalter abklingt“ .Hinzu kommen oftmals entsprechende und unreflektierte Sozialisationsprozesse. Auch gibt es kriminologische Erkenntnisse darüber, dass Strafe in aller Regel nicht sozialisiert, sondern aus der gesellschaftlichen Teilhabe ausgrenzt.

Diese ambulante Maßnahme soll es den Jugendlichen ermöglichen, sich durch gesellschaftsdienliche Aufgaben in die Gesellschaft „hineinzuarbeiten“ und gleichzeitig bedeutende gesellschaftliche Themen kennenzulernen und zu besprechen. Sie erhalten also zum Einen die Möglichkeit ihre Sozialstunden in einem sozialpädagogisch begleiteten Umfeld abzuleisten und zum Anderen werden neue Sozialisationsprozesse angestoßen, zu denen sie bisher wenig oder gar keinen Zugang hatten. So sollen die Jugendlichen anstatt Ausgrenzung, Inklusion und Selbstwirksamkeit erleben.

Dies geschieht durch einen zusätzlich geschaffenen und begleitenden sozialpädagogischen Lernbereich. Inhaltlich sollen Schultüten für bedürftige Kinder gebastelt und gefüllt werden, die anschließend an soziale Einrichtungen überreicht werden. Durch die direkte Verbindung zu den Menschen und deren Reaktion sollen die Jugendlichen direkte Wertschätzung erfahren und die positiven Auswirkungen ihrer Arbeit spüren. 

Aufgrund der zu treffenden Hygiene- Maßnahmen, soll die Gruppengröße möglichst gering gehalten werden. Da zwei Betreuerinnen anwesend sind, ist es bei Bedarf möglich, die Gruppe aufzuteilen und die Arbeit zu entzerren.

Organisatorisches

Zielgruppe:

delinquente Jugendliche und Heranwachsende im Alter von 14 – 20 Jahren (Diversion oder Urteil)

Ansprechpartner:

Fachstelle Jugendhilfe im Strafverfahren

Rechtsgrundlage:

§ 10 JGG

Gruppengröße:

Die Gruppenstärke  soll in der Regel ca. 8 Personen nicht überschreiten

Gruppenleiter:

Die Gruppe wird in der Regel durch zwei päd.Fachkräfte geleitet, die beim Verein Jugendförderung Duisburg angestellt sind.   

Räumlichkeiten:

Stadtteiltreff Hochfeld, Immendal, 47053 Duisburg

Zeitrahmen und Inhalte:

1. Tag = 16.00 Uhr- 20.00 Uhr 
Kennenlernen der Teilnehmer, Erarbeiten von Gruppenregeln, Hygiene- Quiz, Besprechung des Projekts

2. Tag = 10.00 Uhr- 18.00 Uhr 
Durchführung des Projekts (einkaufen, planen, gestalten), zwischenzeitlich gemeinsames Mittagessen (aufgrund der Vorsichtsmaßnahmen wird, anders als im Vorjahr, kein Essen gemeinsam gekocht, sondern etwas bestellt)

3. Tag = 10.00 Uhr- 18.00 Uhr 
Durchführung und Fertigstellung des Projekts, gemeinsames Mittagessen, Reflektion

Bei Bedarf ist es auch möglich, ein Schultütenprojekt und ein reines Arbeitsprojekt durchzuführen. Dies müsste abgesprochen werden. 

Jugendförderung Duisburg e.V.
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